My friend’s fanfic – Weiblicher Kommandant

Weiblicher Kommandant

Sie spazierten in den Gärten von Versailles. Plötzlich umarmte er sie.

„Das wart also Ihr neulich Abend… wirklich….“, sprach er.

„Ich….“, antwortete sie.

„Was .. macht ihr zwei da?“ das war die Königin, sie schritt auf die beiden zu, sah wie ihr Geliebter von Fersen ihre beste Freundin Oscar umarmte.

„Oh… wir…“, Fersen ließ Oscar los und diese rannte weg.

„Er weiß, dass ich es war“, dachte Oscar. „Was soll ich nur tun? Oh von Fersen! Ich hatte meine Liebe zu Euch tief in meinem Herzen begraben. Ich habe doch akzeptiert, dass ihr nicht der meine seid. Euer Herz gehört Ihrer Majestät…“ Ihre Majestät? Verdammt, war es Ihre Majestät, die sie und von Fersen im Garten gesehen hatte?

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„Tut mir leid, Kommandant Oscar, Ihre Majestät ist zu müde, um jemanden zu empfangen“, teilte Madame Noeilles Oscar mit, als diese Marie Antoinette Ihre Aufwartung machen wollte.

„Aber…“

„Wenn es ihr wieder besser geht, dann könnt Ihr sie besuchen.“

„Bitte Madame Noeilles, ich muss sie sofort sehen, ich muss mit ihr reden.“

„Lasst sie herein…“ ertönte die schwache Stimme von Marie Antoinette. Oscar betrat Marie Antoinettes Zimmer. Es schmerzte sie, Marie Antoinette weinen zu sehen und es betrübte sie umso mehr, da sie wusste, dass sie die Ursache war. Schließlich war sie die Beschützerin Marie Antoinette und sie hatte geschworen, immer an ihrer Seite zu sein. Nun, das Ganze war ja auch ein Missverständnis!

„Eure Majestät, es ist nicht so, wie ihr denkt…“

Marie Antoinette unterbrach sie. „Sagt bitte nichts, Oscar. Ihr müsst mir das nicht erklären. Ich .. nun…“ sagte sie unter Tränen. „Meine Glückwünsche, Oscar! Ich wünsche euch alles Gute, er kann sich glücklich schätzen, eine Frau wie euch gefunden zu haben…“ der Stolz einer Königin ließ sie diese Worte sprechen. In dieser Situation konnte sie nicht wie eine Freundin mit Oscar reden. Geschweige denn Ihr in die Augen sehen. Diese Worte trafen Oscar schwer und es kamen ihr die Tränen, als die Königin dies sagte. Sie fühlte sich schuldig für etwa, was sie nicht getan hatte.

„Bitte eure Majestät, hört mich an! Es ist nicht so wie ihr euch das vorstellt. Es…“

„Ach Oscar, ich weiß doch, dass ihr ihn liebt. Die Art, wie ihr ihn anseht, genauso, wie ich ihn ansehe… ich will das nur nicht glauben…“

„Nein, eure Majestät, bitte, er fragte mich doch nur…. ob ich ein Kleid getragen hätte…“

„Ihr? In einem Kleid?“ Marie Antoinettes Augen wurden noch größer, als sie sowieso schon waren.

„Oh….“ Oscar errötete, immerhin hatte sie die Unterhaltung in eine andere Richtung gesteuert. „Nun… mein altes Kindermädchen hat sich immer darüber beschwert, also hatte ich beschlossen, einmal ein Kleid zu tragen, damit das aufhört.“

„Ich glaube euch nicht, Oscar!“ erwiderte Marie Antoinette mit einem verschmitzten Lächeln, obwohl sie ihr sofort glaubte. Sie konnte sich Oscar in einem Kleid einfach nicht vorstellen und sie wusste, dass von Fersen nicht im Traum an so etwas denken würde. Nun, sie würde ein kleines Spielchen mit ihrer Freundin veranstalten, um sie etwas zu bestrafen, denn Oscar war schließlich der Grund, warum sie sich schlecht gefühlt hatte.

„Eure Majestät….“

„Wenn Ihr wirklich ein Kleid getragen habt, dann würde ich es begrüßen, dass ihr es nächste Woche zum Ball tragt!“

„Eure Majestät?“

„Oh Oscar, für euer Kindermädchen habt ihr es getan und für mich wollt ihr es nicht tun?“

„Eure Majestät… da ist es bestimmt nicht… nur…“

„Dann geht es also in Ordnung! Nun, ihr könnt gehen, aber vergesst nicht, auf den Ball nächste Woche zu kommen,“ die Königin trat näher an Oscar heran „in einem Kleid, wenn ihr wollt, dass ich euch glaube,“ sagte sie mit einer tiefen Stimme.

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Zuhause in ihrem Zimmer überlegte Oscar, was sie tun könnte. „Ich muss gehen, ich kann Ihre Majestät nicht enttäuschen“ dachte sie. „Aber ein Kleid trage ich nie mehr, niemals…“ Sie schüttelte den Kopf.

Es klopfte an der Tür.

„Kommt herein!“

„Oscar, was tust du hier im dunkeln?“ fragte Andre, als er eintrat. „Ich bringe dir ein paar Kerzen.“

„Lass es gut sein!“

„Oscar?“

„Vergiss die Kerzen, komm her zu mir…“

Andre trat zu ihr und setzte sich auf einen Stuhl.

„Ok, welches Problem hast du?“

„…. Ich muss auf den königlichen Ball nächste Woche…“

„Und?“

„Sie will mich in einem Kleid sehen…“

„Du und nochmal ein Kleid?“ Andres Herz schlug schneller, seine Oscar nochmal in einem Kleid zu sehen und dieses Mal nicht für von Fersen.

„André, du musst mir aus dem Schlamassel helfen!“ Oscar sah ihn an und ihr hilfloser Gesichtsausdruck veranlasste ihn zum Lachen. „André! Das ist nicht lustig!“

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Die Woche verging. Heute war der Tag des Balls, auf dem Oscar in einem Kleid erscheinen musste. Sie seufzte tief, als sie daran dachte. Die ganze Woche hatte sie nach einer Lösung gesucht, aber keine gefunden. Sie war zur Französischen Garde gewechselt und dieser Job war schwer, sie musste sogar mit einem ihrer Soldaten kämpfen, wie war gleich sein Name? Alain? Und nun war gleich Zeit sich fertig zu machen…. Sie seufzte erneut.

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„Meinst Du das geht in Ordnung, Alain?“ fragte LaSalle, während er und ein paar weitere Soldaten der Französischen Garde versuchten, sich vom Garten in den Palast von Versailles zu schleichen.

„Keine Sorge, wenn was passiert, dann kriegt dieses Mannsweib die Schuld!“

„Aber…“

„Es ist schon ok, glaub mir!“

„Passt auf, da vorne ist jemand!“ murmelte Francois, bremste seine Kumpels und sie versteckten sich hinter einem Baum. Sie sahen eine blonde Frau in einem prachtvollen weißen Kleid, die sich mit einem Mann unterhielt.

„André, ich….das…“ sagte die Frau, aber die Soldaten konnten sie nicht genau hören.

„André?“ frage LaSalle. „Das ist André?“

„Schhhhh…..“

„Du….. nicht…“ erwiderte André.

„Wir können von hier kein Wort verstehen“, meinte Alain. „Gehen wir näher ran!“

Der Mann und die Frau unterhielten sich immer noch.

„Aber ich kann es wirklich nicht!“

„Keine Sorge, Du siehst wundervoll aus!“

„Frauen!“ schmunzelte LaSalle. „Warum fragen sie sich dauernd, wie sie aussehen?“

„Nun ich würde schon gerne wissen, wie diese hier aussieht“ flüsterte Alain. „Ich kann ihr Gesicht nicht sehen!“

„Hey, ist das dort nicht die Königin?“

Ja, das war Marie Antoinette und sie näherte sich diesem verdächtigen Pärchen.

„Wie ich mir gedacht habe…“ lächelte die Königin.

„Sie ist wunderschön…“ sagte LaSalle.

„Schhhhh…“ Alain gab LaSalle eine Kopfnuss.

„Ich wusste, dass eure Dickköpfigkeit es nicht zulassen würde, dass ihr euch vor dem ganzen Hof in diesem Aufzug zeigt“, meinte Marie Antoinette grade.

„Eure Majestät, ich…“

„Keine Angst!“ lachte die Königin. „Nur ich wollte euch in einem Kleid sehen, Oscar.“

„Oscar?“ Die Soldaten erstarrten. „Das ist unser Kommandant?“

„Könnt ihr nicht endlich leise sein?“ fragte Alain, der als einziger kein Geräusch verursachte, aber Marie Antoinette und die anderen hörten die Soldaten nicht, sie unterhielten sich weiter.

„Ich weiß, ich habe euch Kopfzerbrechen bereitet, und nun, da ich euch gesehen habe, müsst ihr nicht auf den Ball gehen, wenn ihr nicht wollt.“

„Ich danke euch von ganzen Herzen, eure Majestät“, seufzte Oscar voller Erleichterung.

„Ach Oscar, ihr schuldet mir noch etwas. Dreht euch!“

„Eure Majestät?“

„Dreht euch herum. Ich möchte euch auch von hinten sehen.“

„Ich… aber… eure Majestät… ich…“

„Oscar, entweder ihr dreht euch hier herum oder ihr könnt es im Ballsaal tun!“ Die Königin bedachte Oscar mit einem Lächeln, das ihr eindeutig sagte, dass sie keine andere Wahl hatte. Sie drehte sich gehorsam um und den Soldaten der Französischen Garde blieb fast das Herz stehen. Sie dachten, sie würden einen wundervollen weißen Schmetterling sehen, einen verführerischen Schwan… nein, mit der Musik im Hintergrund wirkte sie wie eine himmlische Hymne. Es musste eine Fee sein, die sie sahen, eine Elfe, eine Nymphe, eine Gottheit. Kein Wort konnte ihre Schönheit beschreiben. Ihr honiggoldenes Haar glänzte, ihre saphirblauen Augen funkelten in der Nacht. Das war der Zeitpunkt, an dem LaSalle immer sagen würde „Sie ist wunderschön“, aber diesmal stand er da wie gefroren.

Nun gut, Oscar, ich wollte nur einmal sehen, wie wunderschön ihr in einem Kleid ausseht“ lachte die Königin, als sie Oscars rotes und Andrés schwärmerisches Gesicht sah. „Ich sehe, ihr habt mir die Wahrheit erzählt. Von Fersen konnte unmöglich glauben, dass ihr diese Schönheit ward.“ Sie bemerkte, dass André noch immer nicht die Augen von Oscar lassen konnte. „Selbst euer Kamerad hier kann es kaum glauben.“ Die Königin lächelte erneut ihr bezauberndes Lächeln, aber von den Soldaten dachte keiner mehr, dass sie schön wäre. „Ihr könnt gehen, Oscar. Verzeiht mir meinen kleinen Scherz.“ Immer noch lächelnd verließ die Königin die beiden.

„Nun, lass uns nach Hause fahren!“ sagte Oscar.

„Jetzt? Möchtest Du nicht erst noch … tanzen?“

„André!“ rief Oscar wütend.

„Schon gut!“ André trat einen Schritt zurück. „Ich habe es schon verstanden! Lass uns nach Hause fahren“ und er folgte ihr. Nun, er hätte wirklich gerne mit ihr getanzt, aber… es war schon wunderbar, sie so angezogen zu sehen. Seine Oscar! Sie sah atemberaubend in diesem Kleid aus.

„Wow!“ pfiff LaSalle, nachdem die beiden den Raum verlassen hatten. „Jungs, habt ihr gesehen, was ich gesehen habe?“

„Wir haben gerade einen Traum gesehen…“

„Wow, war die umwerfend. Wie kann eine so wunderschöne, zerbrechliche Frau die gleiche sein, wie unser unangenehmer Kommandant?“

„Keine Ahnung, aber ich würde sie so angezogen gerne mal in der Kaserne sehen.“

Alle Männer lachten darüber, alle, bis auf Alain…

„Was denkst Du, Alain?“

….

„Hey Alain!“

….

Alain brachte kein Wort hervor. Er war zu einer Steinsäule erstarrt.

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