My friend’s fanfic – Peinliche Situation

Peinliche Situation

Übersetzer: Lady Jarjayes

Notiz: Ich spreche Andrés Großmutter mit „Großmutter“ oder „Sophie“ an. Damit orientiere ich mich am deutschen Anime. Auch Oscar wird nicht mit „Mademoiselle“ angesprochen, da sie im Anime entweder mit „Oscar“ oder mit „Lady Oscar“ angesprochen wird, ganz selten mit „Mademoiselle“.

Ich habe mir auch – in Absprache mit Mia – erlaubt, das ganze etwas mehr „auszuschmücken“, da es im Deutschen wesentlich mehr Ausdrücke für ein englisches Wort gibt oder die Satzstellung im Deutschen etwas anders ist.

Peinliche Situation

Nach dem Ohnmachtsanfall wurde Sophie immer schwächer. Oscar war sehr besorgt und wollte einen Arzt rufen, doch Sophie meinte, dass dazu kein Anlass bestehe. Oscar wusste, wenn Großmutter nicht will, dann kann sie niemand dazu zwingen, dennoch blieb sie beunruhigt. Als sie eines Abends wie üblich nach Hause kam, sah sie wie Nanny zitterte, als sie ihren häuslichen Tätigkeiten nachging. Da hielt Oscar es nicht mehr aus. Sie ging André zu suchen. Aber leider  konnte sie ihn nirgendwo finden, er war weder in seinem Zimmer, noch im Stall.
„Wo kann er nur sein?“, fragte sie sich ungeduldig.

Oscar ging zurück  in den Stall, da sie nicht wusste, wo sie sonst noch suchen sollte. Wütend, weil sie Ihn nicht finden konnte, warf sie einen Eimer auf den Boden.
„Oh!“
Dieser Laut kam nicht von Oscar. Jemand lag auf einem Haufen Stroh in der Ecke. Wer war das? – Oscar kam näher…  es war André, er hatte geschlafen und der Lärm hatte ihn geweckt.

„André!” rief Oscar wütend.
„Was? Was ist los, Oscar?”
„Wie kannst du schlafen, während ich vor Sorgen vergehe?“
„Vergehen? Warum? Was ist passiert?”
Oscar drehte sich weg, für einen Moment war alles still.

„Es ist Sophie… Ich bin wirklich besorgt um sie!“
„Großmutter?”
„Sie wird jeden Tag schwächer!” Oscar drehte sich wieder um und rief: „Wie kannst du das nicht bemerken?” Sie war richtig in Rage. „Du bist ihr Enkelsohn!”
„Nun mal langsam, Oscar”, versuchte André sie wieder zu beruhigen. „Natürlich weiß ich das… aber…” Er stand auf.
„Aber was?”, frage Oscar immer noch sauer.
„Was soll ich denn tun? Sie in ein Altersheim stecken?”
„Das ist nicht das, an was ich dachte….”, sie drehte sich erneut weg. Eine Stimme im Hinterhof rief ihren Namen.

„Lady Oscar!” Großmutter kam näher. Oscar und André fühlten sich ertappt, sie sprachen ja über Sophie! Großmutter war schon an der Stalltür, als André Oscars Hand packte und sie in eine Ecke zog. Großmutter kam in den Stall, schaute sich um, sah aber niemanden. Ein Dienstmädchen kam und entdeckte Sophie, als sie den Stall wieder verlassen wollte.
„Sophie! Was machst Ihr hier?”
„Ich suche Lady Oscar, hast Du sie gesehen?”
„Nein, leider nicht, aber ich suche Euch.”
„Mich? Warum?”
Und sie blieben am Stalleingang stehen und unterhielten sich über Gemüse. Anscheinend war Großmutter zu schwach um zu kochen und General Jarjayes erwartete diesen Abend Gäste. Die Dienstmädchen wussten nicht, was sie tun sollten. Oscar und André blieb nichts anderes übrig, als in der Ecke zu warten. André stand neben dem Ausgang und konnte sehen, falls Großmutter gehen würde. Aber Oscar wollte es auch sehen.

„Lass mich auch sehen, André!”
„Es ist zu eng! … Au!” rief er plötzlich.
„Sei leise!”
„Du bist auf meinen Fuß getreten!”
Sie standen nahe beieinander. Oscar erinnerte sich an das letzte Mal, als sie so nahe bei einem Mann stand. Damals war es Girodelle, und sie dachte daran, was er getan hatte und sie erinnerte sich genau an ihre Gefühle. Was sie empfand… bei dem Kuss…Girodelles Kuss… seine Lippen, und sie erinnere sich an andere Lippen…. Sie konnte Sophie nicht sehen, aber sie konnte sie gehen hören.

„Sie sind weg, stimmt’s?”
„Kann sein…” antwortete André, während er Oscar beobachtete. Sie versuchte seinem Blick auszuweichen und prüfte, ob Sophie wirklich weg war.
„Ok, sie ist weg” sagte Oscar und wollte auch gehen, aber André stand genau vor ihr. „Geh aus dem Weg André!” verlangte sie, aber André bewegte sich keinen Zentimeter. Sie standen sehr nahe beieinander, es war still um sie herum. André konnte Oscars Atem hören, ihre goldenen Haare in seinem Gesicht fühlen. Er berührte ihr Haar und ihr Gesicht, war sich nicht bewusst, was er tat.

„Was macht du da?” Oscar trat zurück, aber er fasste ihre Hand.
„Lass mich gehen, André” Oscar wurde langsam nervös. „Lass mich gehen, oder…” Sie konnte den Satz nicht mehr beenden, es kam schon wieder jemand.

„Oh, hier hab ich ihn”, es war erneut Großmutter. „Hab ich ein Glück. Wenn ich den Schlüssel verloren hätte, hätte ich ernsthafte Probleme bekommen.”

Da sich Oscar nicht wehrte, trat André näher an sie heran und küsste sie. Sie legte ihre Hand auf den Schwertknauf, aber sie konnte ihr Schwert nicht ziehen. Es traf die Stallwand. Großmutter hörte das Geräusch und blieb an der Türe stehen.
„André… was…”
„Ich liebe dich, Oscar”, sagte er und küsste sie gleich noch einmal. Sie versuchte, ihn abzuwehren und machte dabei ein weiteres Geräusch.
„Ist hier jemand?” fragte Großmutter. Oscar konnte sich nicht wehren, da sie nicht wollte, dass Großmutter sie erwischt, gerade in so einer Situation. „André, bist du da?”, fragte Großmutter erneut, aber da wieherten die Pferde. „Ich bin ja so dumm, wahrscheinlich werde ich zu alt.” murmelte sie und ging.

„Sie ist fort, wirklich! Lass nun los, André!”
„Nein, Oscar!”
„André!” Nun war Oscars Gesicht rot wie ein Apfel.
„Ich liebe dich, Oscar, wenn du mich nicht liebst, dann sage es mir ins Gesicht und zwar jetzt!” André entschloss sich, den Apfel zu probieren, denn er liebte Äpfel. Er küsste ihre Wangen.

„ André…” Sie wollte, dass er aufhörte aber wie konnte sie ihm das sagen? Nachdem er ihr seine Liebe erklärt hatte, eine Liebe die er seit 20 Jahren für sie hegte und sie nun nur noch mehr liebte?
„Sag es, Oscar!” Er schaute tief in ihre blauen Augen.
„André, es kann jederzeit wieder jemand hereinkommen…”
„Oscar, gesteh es dir doch ein, du liebst mich auch!” flüsterte er in ihr Ohr, während seine Lippen sanft über ihr Ohr streichelten.
„ André, lass das…”

‚Sag es einfach Oscar und er hört auf‘, dachte sie, aber was sollte sie sagen? Ich liebe dich nicht? Das konnte sie nicht. Sie liebte ihn nicht. Wirklich? Nun, vielleicht tat sie es, nur ein kleines bisschen. Vielleicht liebte sie ihn wie einen Bruder oder so ähnlich. ‚Ein Bruder? Nein, er ist definitive nicht mein Bruder‘ und da wusste sie, was sie sagen musste: „André, du hast mir versprochen, mich nie mehr zu berühren…”

Und das wirkte! Er hörte abrupt auf und lies sie los.
„Entschuldige, Oscar… ich…”, er drehte sich von ihr weg und mit einem weiteren „Entschuldige” gab er den Weg frei. ‚Was habe ich mir nur dabei gedacht?’ dachte André. ‚ich hatte immer meine Gefühle ihr gegenüber unter Kontrolle… diese eine Nacht war ein Alptraum und nun habe ich mein Versprechen gebrochen‘.

Oscar ging zur Tür, aber dann blieb sie stehen. Nun, nach dem sie seinen Armen entronnen war, beruhigte sie sich soweit, dass sie wieder klar denken konnte. ‚Er ist definitiv nicht mein Bruder… was ist er? Was bedeutet er mir?’ Sie drehte sich um und sah auf den Mann, der mit gesenktem Blick auf dem Stroh saß. ‚Was bedeutet er dir, Oscar?‘ fragte sie sich selbst. André hob seinen Kopf und sah ihren Blick. Die Stille zwischen ihnen wurde schwerer. Letztendlich war er derjenige, der diese Stille nicht länger ertragen konnte.

„Warum bist du noch hier?” fragte er.
„Ich…” Sie trat wieder näher. „Erinnerst du dich an den Abend, als wir von dem wütenden Mob angegriffen wurden?”
„Ja…”  erwiderte er. Natürlich erinnerte er sich. „Von Fersen hat uns gerettet…”
„Als ich meine Augen öffnete und von Fersen sah, weißt du, was ich da dachte?” Sie setzte sich neben ihn.
„Nein…” ‚Was versucht sie mir zu sagen?’ dachte er. Er konnte ihr nicht ins Gesicht sehen. ‚Will sie mir erklären, dass sie von Fersen liebt?‘
„Ich dachte… wo ist mein André…”

Nun starrte er sie an. Was sagte sie da? MEIN André? Sie hob ihren Kopf und schaute in seine Augen. Es war dunkel, trotzdem konnte er ihre rosigen Wangen sehen. Wirklich rosig…
„Willst Du sagen, dass…” begann er, aber er konnte die Frage nicht beenden, sein Herz schlug schneller.
„Ich liebe dich, mein André…”
Nun, dass musste sie ihm nicht zweimal sagen. Ihr André war zwar schockiert, aber er erholte sich schnell und berührte erneut sanft ihr Gesicht. Diesmal wehrte sie sich nicht. Er hob ihr Gesicht und küsste sie. Sein Kuss erwärmte ihren Körper. Seine Lippen wanderten zu ihren Schultern und sie begann, seinen Rücken zu streicheln. Er wanderte zurück zu ihren Lippen und öffnete gleichzeitig ihr Hemd. Langsam entkleidete er sie, während seine Lippen und seine Zunge ihrem Nacken berührten. Das machte sie ganz verrückt. Sie versuchte nun ebenfalls, ihn sein Hemd abzustreifen… ihre Hände wanderten auf seinen Brustkorb, dann fühlte sie seine Berührung über ihrem Bauch wandern. Ihrem Mund entwand sich ein tiefes Stöhnen, als seine Hände weiter nach unten wanderten. Niemand außer den Pferden konnte sie hören. Aber die Pferde konnten nicht sehen was sie gerade taten, sie hörten nur die harten Atemzüge, den schnellen Herzschlag und das wiederholte Stöhnen, welches sie in eine nervöse Spannung versetzte. Sie wieherten lauter und lauter.

„Was zur Hölle ist mit den Pferden los? Wir haben Gäste!” beschwerte sich General Jarjayes bei Sophie, aber sie konnte ihm auch nicht sagen, was da vor sich ging. „Ok, sag André, dass er dafür sorgen soll, dass der Lärm aufhört!”
„Ich konnte ihn nicht finden, Sir…”
„Was heißt das, du konntest ihn nicht finden? Wahrscheinlich ist er mit Oscar unterwegs!”
„Ich konnte Lady Oscar auch nicht finden!”
„Was? Wo treiben sich die zwei nur wieder herum? Es ist schon spät!” Seine Gäste kamen an und auch Girodelle näherte sich ihm, um mit ihm über die Auflösung der geplanten Hochzeit mit Oscar zu reden.

„Könntet Ihr mich bitte entschuldigen, Major Girodelle? Ich muss Oscar finden!”
„Lady Oscar? Ich dachte sie wollte heute Abend nachhause kommen?”
„Schon, aber sie ist nicht hier!”
„Nun, vielleicht ist sie in die Kaserne zurück!”
„Oh, warum hab ich daran nicht gedacht.” lachte General Jarjayes. Ein Dienstmädchen betrat den Raum und flüsterte ihm etwas zu. „Was?” fragte er erstaunt.
„Was ist los, General?” wollte Girodelle wissen.
„Ein Soldat von Oscars Truppe ist hier und will Oscar wegen Urlaub fragen…”
„Nun, das bedeutet, sie ist nicht in die Kaserne zurück.”
„Ich muss sie finden, dieses junge, halsstarrige Mädchen!!!”
„Lasst mich mit euch gehen.”
„Wenn ihr das wünscht!” Sie gingen zum Hinterhof und sahen dort den Soldaten warten.

„Kommandant Oscar ist nicht hier”, sagte General Jarjayes zu ihm.
„Ich dachte, sie wollte nach Hause gehen. Sie muss meinen Antrag unterschreiben. Meine Schwester will bald heiraten….”
„Ich werde sie schon finden. Ihr könnt ja mit mir kommen, wenn ihr wollt! Würdet ihr bitte André für mich finden?” Die letzte Frage richtete General Jarjayes an ein Dienstmädchen. „Außerdem brauchen wir eine Kutsche!”
„Vielleicht ist er im Stall, Sir. Ich werde das gleich überprüfen.” sagte das Mädchen.
„Nun da war ich zwar schon, aber…” sagte Sophie.
„Nun gut, dann finde ich ihn eben selber!” polternd stürmte Oscars Vaer Richtung Stall.

Nachdem Oscar und André im Himmel der Liebe waren, erwachten sie langsam wieder in der Realität, ihre Körper vibrierten immer noch. Sie lagen sich immer noch in den Armen, einfach nur nebeneinander… unbekleidet. Da hörten sie feste Fußschritte näher kommen. ‚Warum zum Teufel will heute Nacht jedermann den Stall aufsuchen?‘ dachte André. Sie schlüpften schnell in ihre Kleidung, die Personen waren schon fast da.
„André!”
„Großmutter …”
„Wo warst Du nur? Ich habe dich den ganzen Abend gesucht.”
„Ich war die ganze Zeit hier.”
„Hier? Aber…”
„Nun, lass uns später darüber reden!” unterbrach General Jarjayes. „Hast du Oscar gesehen?”
„Ich…” bevor André antworten konnte, sah General Jarjayes jemand Blondes in der Ecke.

„Oscar?”
„Guten Abend, Vater…”
„Was machst Du hier?”
„Äh,. wir… wir haben geübt”, antwortete André.
„Ich habe nicht dich gefragt, André!” erwiderte General Jarjayes und schaute Oscar an. „Nun Oscar?”
„Wir haben lediglich geübt, Vater… Oh Alain!” sie versuchte, die Unterhaltung in eine andere Richtung zu lenken. „Warum seid Ihr hier?”
„Ich … wollte wegen meines Urlaubs fragen…”
„Gut, gehen wir in den Salon und reden darüber” sie trat aus der Ecke heraus.

„Uh… L..Lady Oscar…” stammelte Girodelle.
„Ja?”
Girodelle zögerte und druckste eine Weile herum, aber letztendlich meinte er: „Es … ist euer Hemd.”
Oscar schaute auf ihr Hemd und wusste, warum Girodelles Gesicht sich rot färbte. Ihr Hemd war noch nicht zugeknöpft. Sie wurde rot und auch das Gesicht ihres Vaters lief rot an.
„Oscar!” rief ihr Vater wütend, „was soll das alles?”
„Es ist… nun… durch das Üben bin ich ins Schwitzen gekommen…”
„Üben? Du hast nicht einmal ein Schwert!”
„Ich…” sie schaute André mit Hilfe suchenden Augen an. „Sir…” antwortete André, „zuerst haben wir gefochten, dann ist mein Schwert gebrochen, und daraufhin hat sie ihres auch weggeworfen….”
„Nun, ich will nichts mehr davon hören!” General Jarjayes stapfte davon. Alain verließ sie auch, nachdem er André zugezwinkert hatte. Girodelle zögerte, obwohl er wusste, dass er hier nichts zu suchen hatte. Er meinte: „Lady Oscar, das nächste Mal werdet Ihr wohl einen besseren Platz brauchen, sowie eine bessere Ausrede und vielleicht…” er schaute zu André „vielleicht auch einen besseren Mann!”

Girodelle verließ nach diesen Worten den Stall, André hätte ihn am liebsten mit einem Schwerthieb getötet. Als alle wieder weg waren, schaut André Oscar an. Er sah ihre weiße, glatte Haut unter ihrem offenen Hemd und ihr goldenes Haar wehte im Wind… Plötzlich sagte er:
„Ich liebe dich, Oscar.”
„Ich liebe dich auch!” erwiderte Oscar aus vollem Herzen.

My T

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